Messung der Signalqualität - Systembeschreibung WO

Die Signalqualität kann zu verschiedenen Zeitpunkten mit verschiedenen Methoden gemessen werden:

  1. Vor dem Projekt mit dem BAMO
  2. Während der Installation mit dem SmartIntego-Manager
  3. Laufende Messung im Betrieb und Anzeige im Integratorsystem

Die Signalqualität hängt von verschiedenen Einflüssen ab, zum Beispiel:

  • Andere elektronische Geräte, die schlecht geschirmt sind oder über Funk kommunizieren
  • Umgebungshindernisse (Feuerschutztüren aus Metall, neue Mauern mit Restfeuchtigkeit...)
  • Abstand zwischen Gateway- und LockNode

Messung vor dem Projekt (BAMO)

Mit dem SimonsVoss-WaveNet-Testwerkzeug (BAMO.EU) kann eine Bestandsaufnahme der Situation während der Messung gemacht werden. Das Objekt, in dem das Projekt realisiert werden soll, sollte nach der Messung nicht mehr verändert werden. Deshalb ist eine Messung in einem unfertigem Gebäude bzw. in einem Rohbau nicht zu empfehlen. Das BAMO liefert mit zwei Messungen drei Werte:

1. Messung

  • Signalstärke (mindestens 70%)
  • Erfolgreich gesendete Datenpakete (mindestens 80%)

2. Messung

  • Störsignale (0%)

Messung während der Installation (SmartIntego-Manager)

Während der Installation zeigt der SmartIntego-Manager die RSSI-Werte an (Received Signal Strength Indication), die zwischen GatewayNode und LockNode gemessen wurden.

Dieser Wert in dBm (Dezibel Milliwatt) ist:

  • Aktuell: Eine Bestandaufnahme des Zustands während der Installation (letztes Paket der Kommunikation zwischen dem SmartIntego-Manager und dem LockNode).
  • Logarithmisch: Eine Verbesserung um 10 dBm bedeutet in der Praxis die doppelte Signalstärke.
  • Negativ: Der theoretische Bestwert beträgt 0 dBm und wird nur durch Kabelverbindungen erreicht. Je näher der Wert an 0 dBm ist, desto besser ist der Empfang.

Der im SmartIntego-Manager angezeigte Wert sollte für einen Sicheren Betrieb nicht schlechter als -75 dBm sein. Während des normalen Betriebs ändern sich Umgebungsbedingungen und damit die Messwerte. Die angezeigten Werte sind deshalb nur zusammen mit definierten Umgebungsbedingungen gültig. Diese Umgebungsbedingungen müssen miteinbezogen und dokumentiert werden:

  • Position der GatewayNodes
  • Position der Schließungen (Türen offen oder geschlossen)
  • Störeinflüsse (Keine beweglichen Hindernisse zwischen der Schließung und dem GatewayNode)

Messung im normalen Betrieb (QoS-Wert im Integratorsystem)

Nach jeder Kommunikation zwischen GatewayNode und LockNode, bei der ein Paket gesendet und empfangen wurde, wird die Signalqualität als QoS-Wert (Quality of Service) berechnet und an das Integratorsystem gesendet. Dieser Qualitätsindex ist ein Mittelwert aus:

  • Erfolgreich empfangenen Paketen
  • Erfolgreich gesendeten Paketen
  • Anzahl aller Pakete
  • Verlorene oder fehlerhafte Pakete
  • Nicht empfangene ACKs (interne Antworten im WaveNet)
  • Anzahl belegter Kanäle (Kommunikation durch andere Kommunikation blockiert)

Das Integratorsystem kann den empfangenen QoS-Wert anzeigen. Aufgrund der Zusammensetzung und der Mittelwertbildung ist der QoS-Wert ein langfristig ermittelter Wert. Er eignet sich nicht, um kurzfristige Ausschläge der Signalqualität zu erkennen. Kurzfristige Störungen können mit einer WaveNet-Testkarte (siehe Schritt-für-Schritt-Anleitung) oder dem SmartIntego-Manager ermittelt werden.

Verbesserungen der Signalqualität sind erst nach einiger Zeit in den QoS-Werten erkennbar.

Ein PowerOn-Reset an der Schließung löscht auch den QoS-Wert.

WaveNet-Qualitätsrichtlinien für den Betrieb mit SmartIntego

Die Qualität des WaveNets wird im Vergleich zu anderen SimonsVoss-Produkten für SmartIntego kritischer betrachtet. Das WaveNet ist das Rückgrat einer SmartIntego-Wireless-Online-Anlage, und das Öffnen von Türen hängt zu großen Teilen vom WaveNet und dessen Infrastruktur ab.

Die empfohlenen Grenzwerte enthalten einen Puffer. Grund: Häufig ist der GatewayNode so positioniert, dass er möglichst viele Schließungen ohne Hindernisse erreicht:

  • GatewayNode im Gang
  • Schließungen mit LockNodes auf den Außenseiten der Türen

Personen, die die Türen öffnen, stehen normalerweise direkt vor den Türen und schirmen somit mit ihrem Körper den LockNode ab. Damit verschlechtert sich die Signalqualität erheblich. Die Verschlechterung der Signalqualität durch das Öffnen der Tür ist beim empfohlenen Grenzwert von -75 dBm berücksichtigt.