Kommunikation - Systembeschreibung WO

Jeder GatewayNode im WaveNet spannt sein eigenes Segment auf und verwaltet die LockNodes innerhalb seines Segments. Pro GatewayNode sehen die WaveNet-Qualitätsrichtlinien maximal 16 LockNodes vor. Pro verkabelten (Ethernet/RS-485) sind maximal zwei Repeater (SI.GN.R) zulässig (siehe GatewayNode Radio-Radio).

Die Kommunikation zwischen GatewayNode und LockNode ist auf eine aktive Kommunikation pro Segment beschränkt. Ein GatewayNode kann also nur mit einem LockNode gleichzeitig kommunizieren. Während dieser Kommunikation kann in diesem Segment keine andere Kommunikation zwischen dem GatewayNode und einem anderen LockNode stattfinden.

Sämtliche Kommunikation ist eventbasiert. Wenn es nichts mitzuteilen gibt, dann wird auch keine Verbindung aufgebaut.

Davon sind auch GatewayNodes betroffen, deren Funkreichweiten sich überlagern, sogenannte überlappende Segmente (Übersprechen/Crosstalk).

Die Kommunikation zwischen GatewayNode und LockNode für das Einkuppeln dauert üblicherweise maximal 500 ms. Durch diese kurze Dauer ist die Beschränkung auf maximal eine aktive Verbindung normalerweise kein Problem. Größere Vorgänge wie umfangreiches Programmieren von Schließungskonfigurationen (beispielsweise nach dem Aktualisieren einer Whitelist mit vielen Einträgen) kann die verfügbare Bandbreite im WaveNet reduzieren und zu vorübergehenden Störungen führen. Das Integratorsystem ist hier für die sequenzielle Abarbeitung zuständig.

Alle Komponenten verwenden ein Listen-Before-Talk-Verfahren. Vor dem Senden prüfen die Komponenten immer zuerst, ob innerhalb ihres Segments gerade kommuniziert wird.

  • Nur wenn im Segment gerade nicht kommuniziert wird (das Segment also frei ist), dann wird eine neue Kommunikation aufgebaut.
  • Wenn im Segment gerade kommuniziert wird (das Segment also nicht frei ist), dann wartet die Komponente und versucht bis zu drei Mal, das Datenpaket zu versenden. Nach dem dritten erfolglosen Versuch wird das Datenpaket verworfen.

Zwischen dem Integratorsystem und dem LockNode gibt es drei Arten von Kommunikation:

  1. LockNode zu GatewayNode: Events (z.B. Karte lesen)
  2. GatewayNode zu LockNode: Befehle (z.B. Schließung einkuppeln)
  3. LockNode zu GatewayNode: Antworten auf Befehle (z.B. erfolgreich bzw. warum nicht erfolgreich)

Um die Batteriestandzeiten der batteriebetriebenen Schließungen zu verlängern, befinden sich folgende Bestandteile der Schließung grundsätzlich im Standby-Modus:

  • Kartenleser
  • LockNode

Sie werden nur aktiv, wenn sie benötigt werden. Der LockNode prüft alle drei Sekunden für eine sehr kurze Zeitspanne, ob gerade ein GatewayNode versucht, mit ihm zu kommunizieren. Die Häufigkeit dieser Prüfungen ist einstellbar (siehe Kürzere Reaktionszeiten der LockNodes (Short Wake-Up period)).

Beispiel: Ein Benutzer öffnet eine Tür mit seiner Karte

Event

  1. Ein Benutzer hält seine Karte vor die Schließung.
  2. Die Schließung registriert ein Event.
  3. Die Schließung aktiviert unverzüglich den LockNode.
  4. Der LockNode verschickt das Event sofort über das WaveNet.
  5. Der LockNode bleibt für einige Sekunden aktiv, um ggfs. Befehle des Integratorsystems zu empfangen.

Befehl

  1. Das Integratorsystem empfängt das Event über WaveNet.
  2. Das Integratorsystem entscheidet über die Öffnung.
  3. Das Integratorsystem versendet einen Öffnungsbefehl über das WaveNet an den LockNode der Schließung.

Antwort

  1. Der LockNode empfängt den Öffnungsbefehl über das WaveNet und leitet den Öffnungsbefehl an seine Schließung weiter.
  2. Die Schließung kuppelt ein.
  3. Die Schließung übermittelt über ihren LockNode und das WaveNet das Ergebnis der Ausführung des Befehls an das Integratorsystem.

Beispiel: Eine wird ohne ein Event geöffnet (z.B. Fernöffnung aus dem Integratorsystem)

Befehl

  1. Das Integratorsystem sendet einen an die Schließung gerichteten Öffnungsbefehl.
  2. Der entsprechende GatewayNode versucht für maximal 12 Sekunden Kontakt mit dem LockNode der Schließung aufzunehmen.
  3. (Wake-Up-Signal mit Unterbrechungen gemäß 868-MHz-Spezifikationen)

Antwort

  1. Der LockNode prüft alle drei Sekunden (einstellbar), ob gerade ein GatewayNode mit ihm Kontakt aufnimmt.
  2. Der LockNode empfängt den Öffnungsbefehl vom GatewayNode und leitet ihn an seine Schließung weiter.
  3. Die Schließung kuppelt ein.
  4. Die Schließung übermittelt über ihren LockNode und das WaveNet das Ergebnis der Ausführung des Befehls an das Integratorsystem.

Zwischen dem Versand eines Befehls, der direkt aus dem Integratorsystem kommt und keine Antwort auf ein Event an der Schließung ist, und der entsprechenden Reaktion an der Schließung können bis zu zwölf Sekunden vergehen. In einigen wenigen Fällen (Starke Auslastung der Frequenz, Störungen) können mehrere Versuche notwendig sein, bis ein Befehl an der Schließung ankommt. Dieser Prozess wird vom Integratorsystem kontrolliert.